AKTUELLE SEMINARE:
Wochenendseminar:
Stoffentwicklung mit ‚the human factor’
Masterschool Drehbuch Berlin
30./31.Oktober 2010
Wie erklärt sich die emotionale Kraft erfolgreicher Filme? Wie lässt sich die eigene Geschichte so gestalten, dass sie andere Menschen erreicht und emotional berührt?
Auf diese Fragen gibt die Arbeit mit dem ‚human factor’ direkte, praktisch umsetzbare Antworten – nicht nur für Autoren, sondern auch für Produzenten, Verleiher, Redakteure und alle, die sich mit Stoffentwicklung befassen.
Zwischen dem Zuschauer und dem Film entsteht eine ungeschriebene Übereinkunft: der ‚Publikumsvertrag‘. Er umfasst bestimmte Prinzipien, die wir im Seminar erarbeiten. Es handelt sind nicht um in Stein gemeißelte Dogmen. Die Prinzipien dienen vielmehr als variable Richtschnur – gleichsam als Autopilot im Nebel der kreativen Suche.
Denn jede Geschichte erfordert ihren eigenen Zugang, hat ihre eigenen Gesetze.
Dennoch hilft es, im dramaturgischen Prozess anhand der Fragestellungen des ‚human factor’ zu fragen: von welcher universell menschlichen Erfahrung erzählt die Geschichte eigentlich? Auf welchen humanen Kern zielt die eigene Arbeit ab? Hier erarbeiten wir Möglichkeiten, den eigenen Stoff zu prüfen, ob sich die erzählte Geschichte auch wie gewünscht emotional vermittelt.
Im Seminar wird es auch darum gehen, den richtigen Umgang mit der Theorie zu erlernen: Wie lassen sich Regeln kreativ und unschematisch auf die eigene Arbeit anwenden? Wie sehr soll man auf die eigene Intuition vertrauen? Wann empfiehlt sich die Hilfe von außen?
Die Arbeit in der Gruppe bietet zudem die Gelegenheit, ein direktes Feedback der Teilnehmer abzufragen und schnell effektive Lösungen für die eigenen Stoff zu finden.
Hierzu wird jedem Teilnehmer die Möglichkeit gegeben, eigene Projekte im geschützten Raum vorzustellen und in Hinblick auf die emotionalen Auslöser zu überprüfen. Die Exposés können bereits im Vorfeld eingesandt oder vor Ort gepitcht werden. Dabei sind alle Arten von Genres möglich und erwünscht.
Zum Seminarleiter:
Roland Zag (* 1958) studierte Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft und Philosophie und war lange Jahre als Dokumentarfilmer tätig. Seit 2005 ist das Buch „Der Publikumsvertrag. Emotional wirksames Drehbuchschreiben mit ‚the human factor’“ am Markt (2. Überarbeitete Auflage 2010 UVK-Verlag Konstanz). Seither berät Roland Zag Autoren, Produktionsfirmen, Redaktionen und Verleiher; er war auch als begleitender Dramaturg bei diversen Kinoprojekten beteiligt. Daneben gibt Roland Zag freie Seminare und unterrichtet an Institutionen wie der Hamburg Media School, der HFF München oder der Hochschule der Künste in Zürich ua.
Zur Anmeldung: